Zink ist eines der wichtigsten essenziellen Spurenelemente für den menschlichen Körper. Es trägt entscheidend zur Funktion vieler Stoffwechselprozesse bei. Der Bedarf lässt sich in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung, insbesondere mit tierischen Lebensmitteln decken. Trotzdem weisen rund 20–30 % der Deutschen zu geringe Zufuhrmengen auf.

Informationen zu Funktion, Zufuhrempfehlungen und Quellen für Zink gibt dieses Grafikvideo des Lebensmittelverbands Deutschland in Kurzform:

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Welche Funktion hat Zink im Körper und für die Gesundheit?

Zink ist in allen Körpergeweben und Körperflüssigkeiten enthalten und sorgt im menschlichen Körper für den ungestörten Ablauf verschiedener Stoffwechselwege. Die Liste der wichtigen Funktionen von Zink ist lang, u.a. unterstützt Zink die

  • kognitive Funktion
  • DNA-Synthese
  • Fruchtbarkeit und Reproduktion
  • Funktion des Immunsystems

Weiterhin spielt Zink eine Rolle im Säure-Basen-Stoffwechsel sowie dem Stoffwechsel von Makronährstoffen, insbesondere dem Kohlenhydrat- und dem Fettsäurestoffwechsel. Zink trägt auch zur Erhaltung von Knochen, Haaren, Nägeln und Haut bei, kann die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, nimmt Einfluss auf den Testosteronspiegel im Blut und unterstützt die Sehkraft.

Wie ist die Zufuhrempfehlung für Zink?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 11 mg Zink pro Tag für weibliche und 14 mg Zink pro Tag für männliche Jugendliche (15 bis unter 19). Die empfohlene Zufuhr für Frauen ab 19 Jahren mit niedriger, mittlerer bzw. hoher Phytatzufuhr liegt bei 7 mg, 8 mg bzw. 10 mg Zink pro Tag, für Männer liegen die Werte bei 11 mg, 14 mg bzw. 16 mg Zink pro Tag. Für Schwangere und Stillende liegen die Werte etwas höher als für nicht schwangere Frauen.

Wie ist die Versorgungslage mit Zink in Deutschland?

Gemessen an den Referenzwerten der DGE ist die Versorgung der Bevölkerung mit Zink in Deutschland im Schnitt gut. Männer nehmen durchschnittlich 12,2 und Frauen 9,7 Milligramm des Spurenelementes über die Nahrung auf. Die Durchschnittswerte sagen allerdings nur bedingt etwas über die Versorgung des Einzelnen aus. So erreichten in Deutschland gemäß der Nationalen Verzehrstudie II (NVSII) 32% der Männer und 21% der Frauen die empfohlenen Zufuhrmengen nicht.

Wie kann man den Bedarf an Zink decken?

Natürlicherweise kommt Zink in nennenswerten Mengen vor allem in bestimmten tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Fisch und Eiern vor. Mit etwa 250 Gramm Rindfleisch kann beispielsweise bereits der tägliche Bedarf an Zink gedeckt werden. Aber auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sind gute Quellen für Zink.

Nahrungsergänzungsmittel mit Zink können – als Teil einer ausgewogenen Ernährung – ebenfalls dazu beitragen, die empfohlenen Zufuhrmengen zu erreichen. Das kann insbesondere für Menschen, die teilweise oder vollkommen auf tierische Produkte verzichten, eine gute Alternative sein.

Welche Bevölkerungsgruppen haben ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Zinkzufuhr?

  • Ältere Menschen nehmen oft nicht ausreichende Mengen an Zink über die Nahrung auf, insbesondere bei anhaltender Appetitlosigkeit.
  • Für Veganer:innen und Vegetarier:innen fallen wegen ihres Verzichts auf bestimmte oder alle tierischen Lebensmittel wichtige Zinkquellen weg.
  • Bei Sportler:innen kann sich die Zinkausscheidung über Schweiß und Urin erhöhen, wodurch sich der Bedarf an Zink erhöhen kann.

Wie sieht die Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Zink in Deutschland aus?

In der Top 5 der meistergänzten Mineralstoffen liegt Zink auf dem dritten Platz. 34 Prozent der Verwender:innen von Nahrungsergänzungsmitteln greifen auf Produkte zurück, die diesen Mineralstoff enthalten, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Leibniz Universität Hannover und der GfK.

Welche gesundheitsbezogenen Aussagen dürfen zu Zink gemacht werden?

Basierend auf Gutachten der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die wissenschaftliche Datenlage geprüft hat, sind folgende gesundheitsbezogene Aussagen zu Zink von der Europäischen Kommission zur Auslobung zugelassen.

Zink:

  • trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei
  • trägt zu einem normalen Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei
  • trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei
  • trägt zu einem normalen Fettsäurestoffwechsel bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haare bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Nägel bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
  • trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
  • trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei
  • trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei
  • trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Schon gewusst?

Der Körper enthält keine großen Zinkspeicher, auf die er bei einer Mangelversorgung zurückgreifen kann. Daher ist eine kontinuierliche Zinkzufuhr notwendig.

Quelle: Lebensmittelverband Deutschland e. V.