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Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft: Optimale Versorgung für mein Kind und mich

Jede Schwangere möchte ihrem Kind mit ihrer Ernährung eine optimale Versorgung und damit die besten Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Hierbei können Nahrungsergänzungsmittel eine große Hilfe sein. Das bestätigen die Empfehlungen von wissenschaftlichen Fachgesellschaften.

Für das Wohlbefinden und die optimale Versorgung der werdenden Mutter und die Entwicklung ihres Kindes ist eine bewusste, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung essenziell. Allerdings ist es für Schwangere mitunter schwierig, die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen über die normale Ernährung sicherzustellen. Hier kann eine individuelle Nahrungsergänzung helfen, die optimale Versorgung für die Mutter – und damit auch für das heranwachsende Baby – zu gewährleisten. Dies ist insbesondere für Schwangere wichtig, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln bieten eine große Vielfalt an Produkten mit einzelnen Nährstoffen, aber auch Kombi-Produkte mit mehreren Nährstoffen an.

Folat in der Schwangerschaft supplementieren
Folat supplementieren: Das empfehlen wissenschaftliche Fachorganisationen Frauen vor und in der Schwangerschaft.
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Folsäure in der Schwangerschaft

Neben einer ausgewogenen Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten empfiehlt das Netzwerk „Gesund ins Leben“ allen Schwangeren eine Nahrungsergänzung mit Folsäure beziehungsweise Folat, denn Folsäure spielt in der Schwangerschaft eine große Rolle: Es trägt einerseits zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft und andererseits zu der Blutbildung bei. Insbesondere aber braucht der Körper Folat für die Zellteilung. Folat ist daher wichtig für die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes. Der Bedarf an Folsäure steigt in der Schwangerschaft um fast 50 Prozent. Aus diesem Grund empfehlen die wissenschaftlichen Fachgesellschaften allen Frauen, die eine Schwangerschaft planen, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung 400 µg Folsäure pro Tag in Form eines Supplements einnehmen, um insbesondere das Risiko für Neuralrohrdefekte zu reduzieren. Die Nahrungsergänzung sollte im Idealfall mindestens 4 Wochen vor der Konzeption beginnen und bis zum Ende des 1. Schwangerschaftsdrittels fortgesetzt werden.

Wenn die Supplementation erst kurz vor oder sogar nach der Konzeption beginnt, sollten 800 µg Folsäure pro Tag supplementiert werden.

Jod in der Schwangerschaft

Auch eine Supplementierung mit Jod empfiehlt das Netzwerk „Gesund ins Leben“. Von Beginn der Schwangerschaft an benötigen werdende Mütter mehr Jod: Einerseits, weil durch die erhöhten Stoffwechselvorgänge der eigene Bedarf an Schilddrüsenhormonen ansteigt, wofür der Körper ausreichend Jod benötigt. Andererseits steigt der Bedarf durch die notwendige Versorgung des heranwachsenden Babys, das von der Jodversorgung der Mutter abhängig ist und dessen eigene Schilddrüse bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche mit der Hormonproduktion beginnt, so der Arbeitskreis Jodmangel. Es ist allerdings schwierig, den in der Schwangerschaft erhöhten Bedarf an Jod allein mit der normalen Ernährung zu decken. Neben einer bewussten Ernährung mit jodiertem Speisesalz, jodreichen Fischsorten sowie Milch und Milchprodukten empfehlen die Wissenschaftler daher die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Jod: Von Beginn der Schwangerschaft an sollten gesunde Schwangere täglich 100 bis 150 µg Jodid supplementieren, so die Empfehlung der Experten.

Eisen in der Schwangerschaft

Der Eisenbedarf erhöht sich im Verlauf der Schwangerschaft auf das Doppelte. Um diesen zu decken, empfehlen Wissenschaftler eine Ernährung mit gezielt ausgewählten, eisenreichen Lebensmitteln: Viel Eisen enthält zum Beispiel Fleisch. Reichlich Eisen liefern auch Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen können ebenfalls helfen, die Versorgung mit dem wichtigen Mineralstoff sicherzustellen. Diese bieten sich insbesondere auch für Frauen an, die weniger Fleisch essen wollen oder sich vegetarisch oder vegan ernähren.

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft

Für eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche. Die aufgenommene Menge an Omega-3-Fettsäuren ist dabei abhängig von der gewählten Fischsorte. Eine gute und sichere Alternative für Schwangere sind auch Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren (Quelle).

Da Veganerinnen und viele Vegetarierinnen vollständig auf Fisch – und damit auf eine Hauptquelle für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren – verzichten, sollten insbesondere diese in der Schwangerschaft eine Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen erwägen. Darauf weist das Netzwerk „Gesund ins Leben“ hin. Auf dem deutschen Markt sind diverse vegane Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren erhältlich, die aus pflanzlichen Ölen wie Algenöl oder Leinöl gewonnen werden. Auch auf eine Versorgung mit Vitamin B12 sollten vegane Schwangere und Mütter besonders achten.

Quelle: Lebensmittelverband Deutschland e. V.
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Comments (1)

  1. […] Ernährungsweisen oder besondere Lebensumstände mit beispielsweise einer hohen Stressbelastung oder eine Schwangerschaft eine unzureichende Vitamin-B-Versorgung nach sich […]

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